Feuersalamander
Eine am Boden lebende Amphibienart

Das Leben der Salamander

Salamander

Sie gehören zu den Amphibien. Vom optischen her könnte man sie mit Eidechsen oder kleinen Krokodilen vergleichen. Ihre Verwandtschaft findet sich aber nicht bei diesen Tieren, sondern bei den Molchen und Fröschen.

Der Salamander hält nichts von Streifzügen durch die Natur. Meistens ist er in einem Radius von 10 bis 20 Metern anzutreffen. Am Tag legt er gerade mal 35 bis 400 Meter zurück. Wobei Tag relativ zu sehen ist, denn es ist ein nachtaktives Tier.

Im Winter richtet sich seine Aktivität nach den Temperaturen. Wenn es kalt ist, zieht er sich am liebsten in eine Höhle zurück und verfällt dort in eine Kältestarre

Besonderheiten der Salamander

Die Tiere haben einen lang gestreckten Körper ohne Behaarung. Wenn Ihnen ein Körperteil zum Beispiel im Kampf mit Artgenossen verloren geht, kann er nachwachsen. Im Gegensatz zu den meisten Amphibien legen sie keine Eier, sondern bringen Larven oder fertig entwickelte Jungtiere zur Welt.

Salamander gibt es in fast allen Regionen. Das größte Exemplar dürfte der japanische Riesensalamander sein. Mit einer Größe von eineinhalb Metern und einem Gewicht von bis zu 20 Kilogramm lebt er ständig im Wasser. In Österreich leben der Feuersalamander und der Alpensalamander.

Nahrung und Fressfeinde

Der ausgewachsene Feuersalamander ernährt sich von Insekten, Schnecken, Würmern und Spinnen. Die kleinen Larven fressen am liebsten Kaulquappen, Larven andere Insekten, Bachflohkrebse oder kleinere Artgenossen. Die Salamander sind für einige andere Tiere feine Leckerbissen. Bei Wildschweinen, Igeln und Dachsen sowie Molchen und Wasserspitzmäusen stehen sie auf dem Speiseplan.

Die Larven der Salamander werden von Fischen, Flusskrebsen, Libellenlarven, Molchen und Wasserspitzmäusen gefressen. Die Salamander sind nicht ganz schutzlos. Wenn sie ausgewachsen sind, können Sie über ihre Haut ein giftiges Sekret absondern, welches Fressfeinde abschreckt. Das Sekret schützt ihn gleichzeitig vor Erkrankungen durch Bakterien und Pilze.

Vermehrung der Salamander

In der Zeit von April bis September findet bei unseren einheimischen Salamandern die Paarung statt. Das Weibchen übernimmt vom Männchen ein Samenpaket, dass es über mehrere Jahre im Körper tragen kann. Wenn die Eier befruchtet sind, entstehen im Laufe von 8 bis 9 Monaten die Larven, die von einer Eihülle umgeben sind.

Die Weibchen suchen meistens im Frühjahr ein Laichgewässer auf und geben täglich im Schnitt 30 Larven in das Wasser ab. Dabei platzt die Eihülle. Deshalb spricht man beim Salamander nicht vom Laichen, sondern von einer Geburt. Für ihre Metamorphose benötigen die Larven je nach Nahrungsangebot und Wassertemperatur ca. 3 bis 6 Monate. In dieser Zeit entwickeln sie Lungen und können an Land atmen.

Die Sinnesorgane der Salamander

Bislang hielt man die Tiere für sehr ruhig. Inzwischen ist bekannt, dass sie tatsächlich Laute von sich geben. Quietschende oder knurrende Laute entstehen zufällig und können nicht als Mittel zur Verständigung oder Orientierung genutzt werden. Bei ihnen dienen der Seh- und Geruchssinn zur Orientierung.